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Verletzungen mit Gelenkbeteiligung - Tibiakopffrakturen

Gelenknahe Schienbeinfrakturen, traumatisch bedingt, sind in der Mehrzahl der Fälle mit Verletzungen des Kapselbandapparates verbunden.
Klinische Untersuchungen und diagnostische Methoden wie Röntgen, CT und MRT klären den Bruchverlauf, die Kapsel- und Bandbeteiligung oder ob Gelenk- oder Verrenkungsbrüche vorliegen.

Die Therapie wird sehr individuell und verletzungsbezogen gestaltet. Nur stabile und nicht verschobene Brüche können einer konservativen Behandlung, die neben der Frakturruhigstellung und Lagerung eine angepasste Bewegungstherapie und Belastungssteigerung umfasst, zugeführt werden.

Bei instabilen und nicht korrigierbaren bzw. offenen Brüchen ist die operative Knochenbruchbehandlung angezeigt.

Fragmenthäufigkeit, Verlauf der Frakturzone bzw. Gelenkstufenbildung bestimmen die Wahl der verfügbaren Osteosyntheseverfahren wie z. Bsp. Verschraubung, Verplattung, Unterfütterung bzw. Verblocken mit Knochensubstanzen oder letztlich die Endoprothesenversorgung.

Die anschließende Rehabilitation trägt der Verletzungsschwere, der Belastbarkeit der Osteosynthese und den individuellen Gegebenheiten des Patienten Rechnung und konzentriert sich auf eine angepasste Entwicklung der Gelenkbeweglichkeit (Motorschiene), die frühzeitige Mobilisation und einen angepassten Belastungsaufbau über Teilbelastung zur Vollbelastung sowie die angewandte Schmerztherapie und Thromboseprophylaxe.

 

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Letze Änderung » 29.09.2016