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» Home / Behandlungsbereiche / Verletzungen mit Gelenkbeteiligung / Hüftgelenksnahe Frakturen

Verletzungen mit Gelenkbeteiligung - Hüftgelenksnahe Frakturen

Die am häufigsten auftretenden hüftgelenksnahen Frakturen stellen wegen der hohen Immobilisationsgefahr eine Bedrohung der Selbständigkeit der Patienten im Alltag dar. Die jährliche Zunahme der Verletzungshäufigkeit liegt bei ca. 3-5 %.

Bei Beschwerden wie Leistenschmerz, Beinverkürzung, Außendrehung des Beines wird die Diagnose durch das Röntgenbild gestellt.

Die konservative Behandlung ist nur bei einem nicht verschobenen medialen Schenkelhalsbruch indiziert. Sie umfasst unter Thromboseprophylaxe die Lagerung des Beines, Atemgymnastik und die frühfunktionelle Behandlung wie Mobilisation unter Teilbelastung bis max. 20 kg, ab der 6. Woche die schrittweise Belastungssteigerung bis zur Vollbelastung nach 12 Wochen.

Alle anderen Frakturformen, insbesondere instabile und dislozierte erfordern eine operative Therapie. Bei alten Patienten sollte diese aufgrund der lebensbedrohlichen Immobilisation sogar innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Wichtig ist die Erfassung von Begleitverletzungen. Die Knochenbruchbehandlung kann durch Verschraubung, Versorgung mit der Winkelplatte, Nagelung und der Endoprothesenversorgung vorgenommen werden.

Die übungsstabilen Verfahren ermöglichen in der Rehabilitation eine frühzeitige Mobilisation unter Thromboseprophylaxe. Bei schrittweisem Belastungsaufbau werden Gelenkbeweglichkeit und Muskelkraft, Koordination und Kondition verbessert. Bei Notwendigkeit werden Wundversorgung, Schmerztherapie und Beinlängenausgleich durchgeführt.

 

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Letze Änderung » 29.09.2016